Theodor W. Adorno (1903–1969) war nicht nur einer der einflussreichsten Philosophen des 20. Jahrhunderts, sondern auch ausgebildeter Komponist – Schüler von Alban Berg in Wien. Seine musiktheoretischen Schriften, insbesondere die „Philosophie der neuen Musik" (1949), haben die Diskussion über moderne Musik nachhaltig geprägt.
„Kunst ist Magie, befreit von der Lüge, Wahrheit zu sein." — Theodor W. Adorno
Verfügbare Texte
Adorno und die Zwölftontechnik
Einleitung aus der gleichnamigen Dissertation (1996). Eine kritische Auseinandersetzung mit Adornos Verhältnis zur Zwölftontechnik Schönbergs – zwischen Bewunderung und Skepsis gegenüber dem „Kanon des Verbotenen".
Kompositionen
Adornos eigene musikalische Werke sind wenig bekannt, verdienen aber Beachtung: die Chöre op. 8 und die Sept Chansons Populaires Françaises zeigen einen Komponisten, der die Probleme der neuen Musik am eigenen Leib erfuhr.
Adorno 2003: Außer Betrieb
Ein Essay zur Rezeptionsgeschichte Adornos und seines Verhältnisses zu Hanns Eisler. Wie wurden beide im geteilten Deutschland rezipiert? Was verbindet sie trotz aller politischen Differenzen?
Weiterführend
- Eisler und Adorno – Das komplexe Verhältnis zweier Schönberg-Schüler
- Schönbergs späte Werke – Der Bezugspunkt von Adornos Musikphilosophie